Morris Minor 1000 Van 1956 - 1971 (Oxford Diecast 1/76)

 

Morris Minor 1000 (1956–1971)

 

 

 

Der Morris Minor wurde 1956 zum dritten mal überarbeitet und erhielt den Motor des Austin A35 mit 948 cm³ Hubraum. Der neue Motor war durch die verstärkte Kurbelwelle wesentlich robuster; das ebenfalls verbesserte Getriebe (mit kurzem Schalthebel) verfügte über eine glücklichere Abstufung und war leichter zu schalten. Die geteilte Windschutzscheibe wurde durch eine gebogene ersetzt, die aus einem Stück bestand. Zudem wurde das Heckfenster vergrößert. Eine Luxusausführung auf Minor-Fahrgestell, aber mit einem größeren BMC-Motor der B-Serie, wurde als Riley 1.5 bzw. Wolseley 1500 ab Anfang 1957 verkauft. Viele Minor-Enthusiasten betrachten den Minor 1000 als ausgewogenstes Modell. Der spätere 1.098 cm³-Motor sollte nie ganz die Laufruhe, die Haltbarkeit und die Ökonomie des 948er erreichen.

 

1960 wurde der Minor das erste britische Auto, von dem mehr als eine Million Exemplare verkauft worden waren. Am 22. Dezember 1960 wurde der einmillionste Minor hergestellt. Anlässlich dieser Gelegenheit wurde eine Serie von 350 zweitürigen Limousinen mit violetter Lackierung und weißer Innenausstattung gebaut. Auf den Seiten der Motorhaube und am Kofferraumdeckel konnte man die Typenbezeichnung „Minor 1,000,000“ (anstatt des üblichen „Minor 1000) lesen.

 

Der Minor 1000 bekam 1962 eine noch größere Maschine mit 1.098 cm³ Hubraum (wie die späten Austin A35-Modelle). Er erreichte nun eine Höchstgeschwindigkeit von 124 km/h und verbrauchte 6,2 l/100 km. Weitere Änderungen umfassten für den Modelljahrgang 1965 ein neues Layout für das Armaturenbrett (ein Handschuhfach mit Deckel für den Beifahrer, eines ohne Deckel für den Fahrer), eine neue Heizung sowie neue Rück- und Blinklichter. Das Auto sah dennoch nun etwas altbacken aus und die Produktionszahlen gingen zurück - der Erfolg von Konkurrenten aus fremdem (z.B. Ford Cortina) und eigenem Haus (Austin 1100/1300) beeinflusste die Verkaufszahlen. Die Produktion der Cabriolimousine wurde 1969 eingestellt, die der Limousinen im Jahr darauf. 1971 war das letzte Jahr für den Traveller und die Lieferwagen. Insgesamt wurden 850.000 Minor 1000 hergestellt.

 

Offizieller Nachfolger war der Morris Marina, der auf den Bändern in Cowley hergestellt wurde. Das Management der BLMC sah im Marina einen günstiger herzustellenden Wettbewerber des Ford-Erfolgsmodells Cortina (der in vieler Hinsicht konservativ konstruiert war). Dies ging auf Kosten des (in seinen besten Tagen) innovativen Morris Minor.

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Borgward BO 4000 (Atlas 1/72)

 

Borgward BO 4000

Als nach dem Krieg der Wiederaufbau begann war der erste Lkw dann der Borgward B 3000, der auf der Basis des Vorkriegs- und Kriegsmodells basierte. Hierauf wurden, hauptsächlich von Karosseriebaufirmen, die ersten Omnibusse aufgebaut. 1951 folgte dann das Fahrgestell BO 4000.  Damit wollte Borgward in das Segment der größeren Omnibusse vordringen. Der BO 4000 war als Niederrahmenfahrgestell ausgeführt. Das Fahrgestell hatte eine Tragfähigkeit von 5.435 kg und ermöglichte Aufbauten bis zu einem Gesamtgewicht von 8.450 kg. Angetrieben wurde es von einem Borgward D 6 M 5. Einem 6-Zylinder-Dieselmotor mit 95 PS. Die Kraftübertragung erfolgte mit einem mechanischem Stufengetriebe von Borgward und einer Kupplung G 30 KZ von Fichtel & Sachs.

Auch dieses Fahrgestell wurde wieder von vielen Aufbauern zur Herstellung ihrer Busse genutzt.

 

 

 

1 Kommentar 29.12.10 05:21, kommentieren

Jaguar MK VIII von Neo in 1/43

Jaguar Mark VIII

Der Jaguar Mark VIII war eine viertürige Limousine der Oberklasse, die Jaguar im Oktober 1956 als Nachfolger des Jaguar Mark VII M auf den Markt brachte. Der Jaguar Mark VIII besaß den Sechszylinder-Reihenmotor seines Vorgängers mit 3442 cm³ Hubraum, aber 210 bhp (154 kW). Über ein Viergang-Getriebe mit Mittelschaltung trieb dieser die Hinterräder an. Er verhalf der Limousine zu einer Höchstgeschwindigkeit von 180 km/h. Auf Wunsch waren ein Overdrive oder ein Dreigang-Automatikgetriebe von BorgWarner erhältlich. Fahrgestell und Karosserie wurden vom Vorgänger übernommen, lediglich mit einigen Änderungen versehen: Der Kühlergrill wurde mit einer breiten Chromumrandung versehen, die nun leicht gebogene Windschutzscheibe verzichtete auf einen Mittelsteg, und die Innenausstattung war noch luxuriöser. Bis 1958 wurden 6227 Exemplare hergestellt. 1958 löste der Jaguar Mark IX dieses Modell ab.

 

 

 

1 Kommentar 28.12.10 07:18, kommentieren

Oxford Diecast 1/76 Ford Cortina Mk III

 

Ford Cortina

 

Der erste Cortina wurde am 21. September 1962 vorgestellt und in England bis 1966, in einigen anderen Ländern auch bis 1967 produziert.

 

Motorisiert war der Cortina mit den vom Anglia bekannten OHV-Motoren von 1.2-Liter- und 1.5-Liter-Hubraum. Vom letzteren war zudem ein hochgezüchteter „GT“-Motor erhältlich, welcher mit Weber-Vergaser, geändertem Zylinderkopf und Spezialauspuff 25 % Mehrleistung bot. Zügiger Fahrweise kam zudem das vollsynchronisierte und leicht zu schaltende 4-Gang-Getriebe zugute. Mit der 12-Volt-Elektrik, welche für entscheidend bessere Beleuchtung in der Nacht sorgte und den vorderen Scheibenbremsen, ab 1965 auch in der Einstiegsversion 1200 Deluxe, stattete Ford bereits früh Autos dieser Klasse mit solchen Sicherheitsmerkmalen aus. Andere Hersteller sahen sich gezwungen, nachzuziehen. Letztlich entscheidend für den großen Verkaufserfolg dieser Baureihe war wohl neben seinem gefälligen Äußeren auch die geräumige und familienfreundliche fünfplätzige Karosserie mit einem Kofferraum, der für ein Auto dieser Klasse unübertroffen voluminös ist.

 

Der wohl berühmteste Cortina hört jedoch auf folgenden Namen: Lotus-Cortina. Sein Schöpfer war Colin Chapman, Inhaber der Firma Lotus. Er erhielt damals von Ford den Auftrag, einen Cortina für den Motorsport zu bauen. Unter der Motorhaube eines Lotus-Cortina findet man den Twin-Cam-Motor mit dem von Harry Mundy entworfenen Zylinderkopf. Derselbe Motor wird auch im Lotus 23, Lotus Seven und im Lotus Elan eingesetzt. Der Lotus-Cortina und auch der etwas zahmere Cortina GT, erwiesen sich bald auf allen Rennstrecken als gefürchtete Wagen. So ist Walter Hayes folgende Anweisung an Lotus-Cortina Fahrer Graham Hill bekannt: „Fahr den Jaguars nicht zu weit voraus, sonst können dich die TV-Crews nicht mehr sehen, wie du gewinnst.“

 

Die zweite Generation wurde von 1966 bis 1970 verkauft. Äußerlich war sie gegenüber dem Urmodell gewachsen und besaß eine schnörkellose Karosserie. Sie wurde auch von Hyundai in Südkorea hergestellt.

 

 

 

1970 wurde die letzte eigenständige Version des Cortina vorgestellt. Inzwischen teilte er sich zwar schon eine gemeinsame Plattform mit dem Taunus (daher), allerdings wich die Karosserieform (coupéähnlich, „Coca-Cola-Flaschenform) von der des Taunus ab.

 

 

 

Mit der Überarbeitung von 1976 gab es keine Unterschiede zwischen Taunus und Cortina mehr; die eigenständige englische Form wurde zugunsten der deutschen aufgegeben.

 

Eine letzte Änderung der Gestalt (oft als Mk V bezeichnet) fand 1979 statt. Nachfolger wurde 1982 der Ford Sierra.

1 Kommentar 28.12.10 06:40, kommentieren